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„In a hole in the ground there lived a hobbit“

„In a hole in the ground there lived a hobbit“

…- Jeder, der Tolkiens Werke schätzt kennt dieses Zitat- Die erste Zeile des Hobbits oder aber auch die von Bilbo Beutlin’s „There and back again“.
Es war das erste, was mir durch den Kopf ging, als ich tatsächlich selbst vor diesem „hole in the ground“ stand.

Wie oft hört man von Drehorten, die so ganz anders sind, als sie im Film scheinen- Vielleicht nicht so verkommen, schmutzig, majestätischer, größer , eindrucksvoller.
Ich weiß nicht wie oft das der Fall ist. Aber ich weiß wo alles nahezu perfekt scheint: Das Hobbiton Movie Set.

Nicht weit von dem kleinen neuseeländischen Ort Matamata liegt die Alexander Farm, eigentlich eine ganz normale Schaffarm. Zumindest bis zum Jahr 1998. Da machte sich Peter Jackson nämlich auf die Suche nach einem Zuhause für Tolkiens Hobbits. Da der Regisseur selbst aus Neuseeland kommt, war es selbstverständlich, dass er die Magie der Landschaften dieses Landes kannte und erkannte, wie gut die Locations für Mittelerde geeignet waren. Der Rest der Geschehnisse ist wohl selbsterklärend: Als die „Jackson Crew“ die weichen, sanften grünenHügel  der Alexander Farm mitten In Waikato erblickte, hatten die Hobbits eine Heimat gefunden.
„Hobbiton“ im Herzen Neuseeland war geboren.

Nachdem die Dreharbeiten für die Herr der Ringe- Trilogie abgeschlossen waren, wurde das Movie Set jedoch wieder abgebaut. Erst 2010 zogen die Hobbits wieder im „Shire“ ein. Die Dreharbeiten für den Hobbit nahe Matamata begannen 2011. Seitdem ist das Hobbiton Movie Set eine von Neuseelands berühmtesten Attraktionen, und das nicht nur für Fans.
Allerdings können wohl nur eben diese die Magie spüren, die von diesem Ort ausgeht. Auch wenn es sich vielleicht kitschig anhören mag, kann ich nicht umhin zuzugeben, dass ich mich auf eine gewisse Weise mit der Alexander Farm verbunden fühlte. Ich habe Frodo und Gandalf auf ihrem Weg zu Beutelsend direkt vor mir gesehen. Bilbo rannte querfeldein an seinen verdutzten Artgenossen vorbei, sprang über den Gartenzaun und rief: „I’m going on an adventure!“ Und Gandalfs Feuerwerk erstrahlteüber  den lachenden und tanzenden Gästen von Bilbos 111. Geburtstag, nicht zu vergessen der gewaltige Feuerdrache, dem Pippin und Merry die Freiheit schenkten.

Unsere Führerin führte unsere Gruppe (ca. 30- 40 Leute) durchdie  gewundenen Wege von Hobbingen, vorbei an bunten Hobbithöhlen. Hier und da rief sie uns Filmszenen in Erinnerung an deren Schauplatz wir uns nun befanden, versorgte uns mit Hintergrundinformationen und schmunzelte nebenbei selbst über so manche Anekdote.
Wer hätte gedacht, dass der mächtige Baum, der über Beutelsend trohnt, zunächst (vor dem Dreh der HDR- Trilogie) außerhalb von Hobbiton stand, bis er in Einzelteilen nach Beutelsend gebracht und dort wieder zusammen gesetzt wurde. Als die Crew zum Wiederaufbau des Sets für die Hobbit- Trilogie an die Farmzurück  kehrte, musste die feststellen, dass der Baum gestorben war. Also wurden neue Blätter aus Taiwan eingeliefert und Stück für Stück an den nun ebenfalls künstlichen Ästen angebracht. Außer einigen kleineren Requisiten und dem Moos an den Zäunen ist jedoch alles echt 🙂

Ihr Ende fand unsere Tour schließlich im „Green Dragon Inn“, dem Pub der Hobbits. Dort genossen wir noch ein Ginger Beer, ganz nach Hobbit Art.

Ich war übrigens nicht die einzige, die zum Schluss gnadenlos begeistert war. Auch meine Gastmutter und meine Austauschpartnerin Charlotte waren recht beeindruckt und genossen den Ausflug, obwohl sie im Grunde lediglich „Der Hobbit- Eine unerwartete Reise“ gesehen hatten.

Etwas, was ich hier übrigens noch festgestellt habe, ist das die beiden Trilogien hier in Neuseeland gar nicht so beliebt sind, wie man vermuten würde. Das hoert sich vielleicht ein bisschen hart an, verhasst sind sie nämlich wirklich nicht. Es ist lediglich so, dass viele Neuseelaender die Filme noch nie gesehen haben, bzw. sich einfach nicht sonderlich dafür interessieren.

Chiefs vs. Hurricanes

Chiefs vs. Hurricanes

Der deutsche Nationalsport ist Fußball, das weiss jeder. „Soccer“ ist wohl auch die bekannteste und beliebteste Sportart der Welt. Was, zumindest in Deutschland, allerdings nicht gerade verbreitet ist, ist der neuseeländische Nationalsport: Rugby!

Hier ein paar kurze Infos:
Rugby wurde in den 1820ern in England erfunden. Jedoch erst in den 1860ern kam der Sport über den Pazifik ans andere Ende der Welt. Charles Monro kam nach seinem Studium in London zurück nach Nelson und mit ihm Rugby. Im Mai 1870 fand das erste Rugby Spiel in Neuseeland statt. Selbstverständlich blieb es nicht bei diesem einen Spiel: Rugby verbreitete sich schnell in ganz Neuseeland und in 1875 waren die ersten provinziellen Vereinigungen in Canterbury und Wellington geboren.
Das Nationalteam von Neuseeland sind die „All Blacks“, deren erstes Spiel gegen Australien in 1903 stattfand.

Mehr Infos gibt’s hier: www.nzru.co.nz

Ich kann mit Sicherheit sagen,Neuseeländer  sind verrueckt nach Rugby (auch wenn es natuerlich Leute gibt, die Rugby ein „stupid game“ nennen)! Und ich bin bin mir da so sicher, weil ich am vergangenen Freitag, den 10. März, mein erstes Rugby Spiel miterleben konnte! Und auch wenn es gerade am Anfang schwer und ziemlich undurchsichtig scheint, war es ein unglaubliches Erlebnis. Da hat es auch gar nichts gemacht, dass wir zwei Stunden im FMG Waikato Stadium imströmenden  Regen saßen ;). Immerhin konnten sich die „Chiefs“, das Regionalteam von Hamilton, gegen die „Hurricanes“, dem Regionalteam aus der Hauptstadt Wellington, durchsetzen. 

Was Rugby überhaupt ist und wie es gespielt wird, ist auf folgender Website ziemlich gut erklärt: http://www.planetrugby.de/rugby-regeln

Was das neuseeländische Rugby wohl ganz wesentlich von anderen Rugbynationen unterscheidet, ist folgender Fakt: Vor jedem Spiel führt die neuseeländische Mannschaft einen Haka auf. Während die Mannschaft von ihren Fans unterstützt wird, sehen die Gegner den Haka als Herausforderung und wenden eine Gegenstrategie an. Immerhin soll ja niemand einen psychologischen Vorteil haben ;). 

Der Haka ist ein Kriegstanz. Manche Mannschaften haben Ihre ganz eigene Version. 

Mehr dazu findet ihr hier: http://www.planetrugby.de/rugby-laender/neuseeland-all-blacks

Willkommen im Land der Hobbits!

Willkommen im Land der Hobbits!

Kia Ora! 🙂

Peter Jackson ist ein Genie! Mein Traum ist tatsächlich in Erfüllung gegangen: Ich sehe Mittelerde mit eigenen Augen! 

Wahrhaftig gibt es keine besseren Szenerien für die Verfilmung von Tolkiens Meisterwerken, als das andere Ende der Welt: Neuseeland!

Der Unterschied zwischen der Süd- und der Nordinsel wird einem wirklich erst bewusst, wenn man in einem kleinen Flugzeug auf dem Weg von Christchurch (Südinsel) nach Hamilton (Nordinsel) sitzt und die klare, freie Sicht genießt. Raue Felsen, Berge und sogar Gletscher auf der Südinsel (natürlich auch Felder und traumhafte Strände) und flache, grüne Hügel auf der Nordinsel- ich sehe die Hobbits bildlich vor mir tanzen 😉

Während das leider nur Einbildung ist, sind die offenen, lebensfrohen und unglaublich netten realen Bewohner des Auenlandes Wirklichkeit. Angefangen bei meiner Gastfamilie, bestehend aus  meinen Gasteltern, Erena und Gavin, meiner Austauschpartnerin Charlotte und ihren drei jüngeren Geschwistern Conrad, Lucia und William. 

Schon seit dem ersten Tag fühle ich mich hier mehr wie willkommen und unglaublich wohl! An dieser Stelle ganz liebe Grüße und Danke an Charlotte und ihre Familie!!!

Weiter geht es dann bei Charlottes Freunden: Ich fühle mich gar nicht wirklich wie eine Fremde, sondern aufgenommen und es macht Spaß all die Fragen über Deutschland zu beantworten 😉

Zudem scheint hier fast immer die Sonne. Und weil es erst Spätsommer/ Frühherbst ist, erreicht das Thermometer noch Temperaturen zwischen zwanzig und dreißig Grad. 

Zu meinem Alltag in Neuseeland gehört selbstverständlich auch die Schule. Das Sacred Heart Girls College ist lediglich zwanzig Minuten mit dem Bus von dem kleinen Vorort Nawton (wo ich lebe) entfernt. 

Schwarzer Rock, schwarze Sandalen, weiße Bluse und roter Blazer: Die Schuluniform. Es ist tatsächlich recht angenehm nicht über Klamotten nachdenken zu müssen und jeden Morgen dasselbe anzuziehen! 

Dann sind da natürlich noch die Fächer. Ich bin total begeistert von der roßen Auswahl und der Freiheit, die die Schülerinnen hier bei der Wahl haben! Design, Photography, Tourism und Media sind nur wenige der unterschiedlichen „subjects“ im Vergleich zu Deutschland. Meine eigene Wahl treffe ich erst noch. 

Etwas gewöhnungsbedürftig ist auch noch der Linksverkehr. Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich denke „Oh Gott, er fährt auf der falschen Straßenseite!“ 😉

Ansonsten habe ich mich sofort in die doch eher flachen Häuser verliebt! Wenn wir bergabwärts fahren und einen Blick auf die Stadt bekommen, sieht es so aus, als würden in einem großen Wald aus Laubbäumen und Palmen kleine Häuser stehen: So grün ist bestimmt keine Stadt in Deutschland!